Spieglein, Spieglein an der Wand

Im Blog diese Woche möchte ich ein sehr allgemeines Thema aufgreifen. Es geht nämlich um die Wahrnehmung behinderter Menschen in unserer Gesellschaft. Unbeschädigte Personen sind oftmals unsicher und hilflos im direkten Umgang mit Behinderten. Das muss aber nicht sein. Hierüber habe ich auch ein Youtube-Video veröffentlicht.

Der Spiegel als Symbol einer Projektionsfläche

Der Spiegel soll hier als Symbol einer Projektionsfläche dienen – man spiegelt sich in der Wahrnehmung des Gesprächspartners. Als Mensch mit einer körperlichen Einschränkung ist man es aber oftmals leid, von den anderen nur als „der Behinderte“ wahrgenommen zu werden. Wie in meinem Interview mit „Der Welt“ bereits gesagt, kann man doch mehr als nur blind zu sein!

 

 

Somit ist ein wichtiger Baustein: Wie sehe ich mich selbst? Wie möchte ich von den anderen wahrgenommen werden?

Wenn man sich spiegelt, wird man nicht nur das Selbstbild reflektiert bekommen. Aber lediglich auf die Reflexion des Selbstbildes aus zu sein hieße, nicht kritikfähig zu sein. Den einzig und allein hilfsbedürftigen Menschen möchte man dort aber auch nicht sehen. Darum plädiere ich hier wiederum für ein vorurteilsfreies Aufeinanderzugehen!

Natürlich gibt es auch behinderte Menschen, die bewusst Mitleid erzeugen wollen. Davon sollte man sich nicht einwickeln lassen; man kennt ja hier nicht die Hintergründe!

Dennoch muss man wissen, dass es auch behinderte Menschen gibt, die eine sehr lebensbejahende Einstellung haben. So etwas Positives sollte dann viel eher reflektiert werden!

Mit optimistischen Grüßen,

 Ihr Dr. Carsten Dethlefs


Das Video beruht auf einem Ausschnitt aus meinem Buch ‚Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung des Verhaltens von Zwangsgemeinschaften, positive und negative Wohlfahrtseffekte für deren Mitglieder: „Yes, we can – auch! Umgang mit persönlichen Einschränkungen“‚ – erhältlich auf amazon.de.

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